Genlock ist zum Glück nicht immer kritisch und unumgänglich. Wird beispielsweise nur mit einer Kamera gedreht oder bleiben die Takes im Rahmen von ein paar Minuten, kann man auf externen Genlock verzichten, wenngleich es als gute Kür betrachtet werden kann, für die verbesserte Genauigkeit dennoch mit Genlock zu arbeiten.
Unverzichtbar ist Genlock dagegen zum Beispiel bei 3D-Aufnahmen, bei langen Aufnahmen mit mehreren Kameras und bei Virtual Production mit LED-Videowall. Ohne Genlock wird man hier schnell auf Probleme stoßen.
In so einem Szenario muss man daher Kameras mit Unterstützung für Genlock verwenden. Das sollte zumeist eine Kamera mit Tri-Level-Sync-Input sein. Arri-Kameras können sich aber auch direkt auf LTC syncen/genlocken.
Derweil gibt es je nach Kamera/Gerät diverse Signale, die man verwenden kann bzw. muss, um den Genlock-Zustand zu erreichen. Beispiele:
- Der de-facto Standard Tri-Level-Sync, was im Grunde nur ein analoges HD-Videosignal ist. Also das HD-Äquivalent zum alten SD-Blackburst.
- Professionelle Audio-Rekorder können sich oft auf eine externe Wordclock takten.
- Wie schon erwähnt hat Arri das Alleinstellungsmerkmal (zumindest unter den Kameraherstellern), dass sie den Sensor auf LTC-Timecode syncen können. Das Ergebnis ist nicht nur ähnlich zu, sondern es ist wirklich Genlock im eigentlichen Sinne. Wichtig ist nur, dass das Feature in der Alexa auch aktiviert wird und dass der Timecode stabil genug läuft und nicht jittert. Mit Lockits natürlich kein Problem.
- Exoten wie PPF (Pulse per Frame) oder proprietäre, herstellerspezifische Syncsignale finden sich bei Industriekameras.
Der ACN-CL Lockit kann alle oben genannten Signale ausgeben und zudem Genlock drahtlos über das ACN senden und empfangen.